Beziehung als gemeinsamer Weg – für Paare mit und ohne Trauschein

Eine Beziehung lebt von Gemeinsamkeit und Individualität, von Nähe und Abstand, von Vertrautheit und Veränderung.
Was zwei Menschen miteinander verbindet, kann Halt geben.
Zugleich entstehen im gemeinsamen Leben immer wieder Situationen, in denen unterschiedliche Bedürfnisse, Erwartungen und Erfahrungen aufeinandertreffen.
Es gibt genügend „Holpersteine“, die ein Gelingen nach der Bindung schwierig machen können. In der Jahresgruppe geht es darum, diese Stolpersteine wahrzunehmen, gemeinsam zu betrachten und Möglichkeiten zu entdecken, sie in ein förderndes Miteinander zu wandeln.

Über ein Jahr entsteht dafür ein gemeinsamer Raum, in dem Paare miteinander und individuell lernen, üben und erkennen können.

Auf einen Blick

Für wen

Für Paare mit und ohne Trauschein, die ihre Beziehung bewusster betrachten, einander neu begegnen und sich gemeinsam und individuell weiterentwickeln möchten.

Ablauf

Gemeinsame Arbeit in einer festen Gruppe mit unterschiedlichen Methoden, Übungen, Austausch und systemischen Aufstellungen.

Dauer

Ein Jahreszyklus mit vier gemeinsamen Wochenenden.

Ziel

Eigene und gemeinsame Beziehungsmuster erkennen, neue Perspektiven entwickeln und ein förderndes Miteinander gestalten.

Meine Arbeitsweise

Eine Beziehung besteht aus zwei Menschen – und aus dem, was zwischen ihnen entsteht.

In der Jahresgruppe betrachten wir deshalb beides: das gemeinsame Miteinander und die individuelle Wahrnehmung jedes Einzelnen. Was brauche ich? Was braucht mein Gegenüber? Wo entsteht Nähe, wo Distanz? Wo begegnen wir einander – und wo reagieren wir vielleicht auf Erfahrungen, Erwartungen oder Muster, die jeder von uns mit in die Beziehung gebracht hat?

Es geht um Nähe und Eigenständigkeit

Wir arbeiten mit unterschiedlichen Methoden und Übungen, mit Gespräch und Wahrnehmung und – wo es hilfreich ist – mit systemischen Aufstellungen. Dabei geht es nicht darum, einem Paar zu zeigen, wie Beziehung „richtig“ funktioniert. Vielmehr entsteht ein Raum, in dem beide Partner wahrnehmen, ausprobieren und erkennen können, was ihr eigenes Miteinander fördert oder erschwert.

Die feste Gruppe über einen längeren Zeitraum ermöglicht dabei etwas, das ein einzelnes Wochenende nur begrenzt leisten kann: Erfahrungen können in den Alltag mitgenommen, dort erlebt und beim nächsten Treffen erneut betrachtet werden. So lernen wir miteinander und voneinander.

Hintergrund und Philosophie

Miteinander und individuell.

Beziehung bedeutet Verbundenheit, ohne dass zwei Menschen zu einem werden müssen. Jeder bringt seine eigene Geschichte, seine Erfahrungen, Wünsche, Ängste und Vorstellungen mit. Gleichzeitig entsteht zwischen beiden etwas Gemeinsames, das gepflegt und immer wieder neu ausgehandelt werden will.

Distanz ist hilfreich, wenn Du mir zu nahe kommst.

Nähe und Distanz sind dabei keine Gegensätze. Beides kann notwendig sein. Nähe kann Geborgenheit schaffen, Distanz kann Raum geben, sich selbst wieder wahrzunehmen. Schwierig wird es häufig dort, wo die Bedürfnisse beider Partner nicht mehr miteinander in Kontakt kommen oder selbstverständlich vorausgesetzt wird, dass der andere dasselbe empfinden müsse.

Keine Ahnung, wo es hingeht, aber ich gehe schon mal los.

Beziehung lässt sich nicht vollständig planen. Menschen verändern sich, Lebenssituationen verändern sich und damit verändert sich auch das gemeinsame Miteinander. Entscheidend ist vielleicht weniger, immer schon zu wissen, wohin der gemeinsame Weg führt, als miteinander darüber im Gespräch zu bleiben und bereit zu sein, sich selbst und dem anderen immer wieder neu zu begegnen.

Alkohol, Drogen und Unterkunft während des Seminarzeitraums

Alkohol und andere Drogen sind während der Zeit des Aufstellungswochenendes nicht geduldet.
Die Unterkunft wird von uns nicht organisiert. Bitte melden Sie sich selbst am jeweils angegebenen Seminarort an.

* Bei Übernachtung im „Anders-Hotel“ bietet das Hotel einen Bonus für TN der Aufstellungen an

(bitte geben Sie bei Buchung den Hinweis, dass Sie zur Paaraufstellung kommen.)

Häufig gestellte Fragen

Ist die Jahresgruppe eine Paartherapie?
Die Jahresgruppe ist ein gemeinsamer Entwicklungs- und Erfahrungsraum für Paare. Bei akuten persönlichen oder partnerschaftlichen Krisen kann eine individuelle therapeutische Begleitung zusätzlich oder stattdessen sinnvoll sein.


Müssen wir verheiratet sein?
Nein. Die Jahresgruppe richtet sich ausdrücklich an Paare mit und ohne Trauschein.


Müssen beide Partner teilnehmen?
Ja. Die Jahresgruppe ist als gemeinsamer Prozess für Paare angelegt.


Warum läuft die Gruppe über ein ganzes Jahr?
Die Zeit zwischen den vier Wochenenden ermöglicht, Erkenntnisse und neue Erfahrungen in den Beziehungsalltag mitzunehmen. Beim nächsten Treffen kann betrachtet werden, was sich verändert hat, was gelungen ist und wo neue Fragen entstanden sind.


Müssen wir Erfahrung mit Aufstellungen haben?
Vorkenntnisse in systemischer Aufstellungsarbeit sind für das Angebot nicht erforderlich.

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