Familienaufstellungen und Organisationsaufstellungen
Familien im Kontext der Aufstellung sind Lebensgemeinschaften, Organisationen und Projektgemeinschaften.
Familienaufstellungen sind also im privaten, unternehmerischen und institutionellen Bereich anwendbar.
Sie machen Beziehungen und Zusammenhänge sichtbar, die unser Leben oft unbewusst beeinflussen.
Dabei geht es weniger um Schuld oder richtige Lösungen als darum, die eigene Geschichte, familiäre Bindungen und wiederkehrende Muster besser zu verstehen.
Durch das Sichtbarwerden bisher verborgener Dynamiken können neue Perspektiven entstehen und persönliche Entwicklung möglich werden.
Meine Arbeit versteht Familienaufstellungen nicht als Bewertung, sondern als Einladung, Zusammenhänge wahrzunehmen und Ihren Platz im eigenen Leben neu zu erkennen.
Auf einen Blick
Für wen
Individuen und Gruppen mit familiären, partnerschaftlichen oder persönlichen Fragestellungen sowie wiederkehrenden Konflikten oder Entscheidungsprozessen.
Ablauf
Aufstellung des eigenen Anliegens in einer Gruppe mit Stellvertretern und anschließender gemeinsamer Begleitung des Prozesses.
Ziel
Unbewusste Dynamiken erkennen und verborgene Konflikte lösen sowie neue Potentiale entfalten.
Anwendungsfälle
Familienaufstellungen sind eine wertvolle Hilfe, Verstrickungen, die zu Hindernissen im Lebenslauf geführt haben, aufzudecken und zu lösen.
Einige Aussagen von Teilnehmern sind zum Beispiel:
„Ich habe keinen Erfolg, weder beruflich noch privat!“
„Warum finde ich keinen Partner?“
„Die Beziehung zu meinen Eltern, zu meinen Geschwistern ist stark belastet, ich möchte das wieder heilen.“
„Es ist wie ein Fluch: alle Männer in unserer Familie haben bisher jeweils in der Weihnachtszeit schwere Unfälle gehabt.“
„Mein Großvater ist mit 42 Jahren im Krieg gefallen, mein Vater hat mit 42 Jahren einen schweren Autounfall gehabt, ich bin mit 42 Jahren vom Dach gefallen … ich habe Angst um unseren Sohn, der auch bald 42 Jahre wird.“
Mit solchen oder ähnlichen Anliegen kommen die Teilnehmer*innen zu einer Familienaufstellung.
Hier werden im Kreis der Teilnehmer*innen für die Mitglieder des betreffenden Systems Stellvertreter, sogenannte Repräsentanten, ausgewählt und aufgestellt. Die sich daraus ergebenden „Bilder“ und Bewegungen bieten die Möglichkeit, eine gute Lösung dieser „Lebensknoten“ zu finden.
Auch Unternehmen, Institutionen und Teams nutzen diese Möglichkeit, um ihr System aufzustellen. Diese sogenannten Organisationsaufstellungen haben sich aus den Erkenntnissen der Familienaufstellung entwickelt und bieten oft überraschende Lösungen.
Meine Arbeitsweise
Systeme sichtbar machen – Zusammenhänge erkennen
Durch die Möglichkeit der Aufstellungen können wir erfahren, was beiträgt, was löst, was uns für eine erfüllte Partnerschaft, Liebe und Versöhnung öffnen kann, was die Kooperation in Organisationen und anderen Berufsfeldern fördert.
Je nach Anliegen und Fragestellung der Teilnehmer*innen verwenden wir Familien-, Organisations- und Strukturaufstellungen. Es können auch größere Systeme wie z. B. Helfersysteme oder politische Konstellationen sowie psychische und geistige Systeme gestellt werden. Wir arbeiten dabei mit Einzelnen, Paaren und Familien.
Anwesenheit:
Im Seminarablauf ist es störend, wenn Teilnehmer*innen später kommen oder früher gehen und nicht die gesamte Seminarzeit anwesend sind. Wir bitten Sie daher, sich für diesen Seminartermin anzumelden, wenn Sie sich die gesamte Zeit freihalten können, um durchgehend teilzunehmen.
Sinnvoll ist es, sich dem darauffolgenden Tag freizunehmen, um die Erfahrungen nachklingen zu lassen.
Hintergrund und Philosophie
Herkunfts- und Gegenwartsfamilie und die Wirkung des Systems Familie.
B. Hellinger hat mit seiner Methode der Aufdeckung von Verstrickungen innerhalb eines Familiensystems die systemische Familientherapie wesentlich bereichert. Es ist ihm gelungen, das sichtbar zu machen, was erahnt, verschwiegen, ausgeblendet wurde.*
In diesem tief bewegenden Prozess des Familienstellens, welches das grundlegende Konzept einer „guten Lösung“ voraussetzt, werden Personen stellvertretend als Familienmitglieder „aufgestellt“ und repräsentieren diese in diesem Moment.
Die Bewegungen, die in diesem „Feld des Wissens“ entstehen, ergreifen das ganze System und führen oft zu einer Lösung im Guten.
*Die Einflüsse von Virginia Satir, Les Kadis und Ruth McClendon, der Ericksonschen Hypnotherapie, Parallelen und Einflüsse aus dem Psychodrama Morenos, die Arbeit von Thea Schönfelder sowie die Rolle, die Begriffsbildungen und Ideen von Ivan Boszormenyi-Nagy spielen, sind dabei unumgänglich zu wissen.
Alkohol, Drogen und Unterkunft während des Seminarzeitraums
Alkohol und andere Drogen sind während der Zeit des Aufstellungswochenendes nicht geduldet.
Die Unterkunft wird von uns nicht organisiert. Bitte melden Sie sich selbst am jeweils angegebenen Seminarort an.
* Bei Übernachtung im „Anders-Hotel“ bietet das Hotel einen Bonus für TN der Aufstellungen an
(bitte geben Sie bei Buchung den Hinweis, dass Sie zur Familienaufstellung kommen.)
Häufig gestellte Fragen
Was unterscheidet eine Familienaufstellung von einer Themenaufstellung?
Eine Themenaufstellung nimmt eine Geschichte, ein Märchen, eine Figur oder ein anderes Motiv zum Ausgangspunkt und fragt danach, was die persönliche Reaktion darauf über die eigene Lebenswelt sichtbar machen kann.
Beim Familienstellen steht ein konkretes persönliches Anliegen und dessen möglicher Zusammenhang mit Beziehungen und Bindungen innerhalb eines Systems im Mittelpunkt.
Muss ich selbst ein Anliegen aufstellen?
Nein. Auch als Stellvertreter können wertvolle Erfahrungen entstehen.
Brauche ich Vorkenntnisse?
Nein. Wir erarbeiten die Themen gemeinsam.
Kann ich nur zuschauen?
Nein. Diese Art des Stellens biete ich nicht an.
Was passiert nach einer Aufstellung?
Es ist sinnvoll, sich dem darauffolgenden Tag frei zu nehmen, um die Erfahrungen nachklingen zu lassen.






