Traumarbeit

Träume begleiten jeden Menschen. Sie können Fragen stellen, Erlebtes verarbeiten oder neue Sichtweisen eröffnen.
In der Traumarbeit geht es deshalb nicht darum, Träume nach festen Symboltabellen zu deuten.
Entscheidend ist vielmehr die persönliche Bedeutung eines Traumes für den jeweiligen Menschen.
Träume können zu einem tieferen Verständnis der eigenen Lebenssituation beitragen und Impulse für den weiteren Weg geben.

Meine Arbeit ist zu verstehen als ein Miteinander, in dem der Therapeut im ursprünglichen Sinne für eine gewisse Zeit Begleiter und Ratgeber auf dem Weg zur Gesundung ist.

Auf einen Blick

Für wen

Für Menschen, die ihre Träume besser verstehen und als persönlichen Entwicklungsweg nutzen möchten.

Ablauf

Gemeinsames Erarbeiten des Traumes, Traumreisen, Gespräch und individuelle Symbolarbeit.

Dauer

Individuelle Gruppentermine oder im Einzelseminar.

Ziel

Die eigene Symbolwelt verstehen und Träume als Unterstützung im Alltag nutzen.

Meine Arbeitsweise

Mein Weg zur Traumarbeit

Seit über 30 Jahren befasse ich mich mit Träumen und ihrer Erarbeitung. Zunächst als Autodidakt, später in der Einzelarbeit mit dem „Katathymen Bilderleben“, anschließend als Teilnehmer einer Traumgruppe, die sich an C. G. Jung orientierte. Im Laufe der Jahre und mit wachsender Zahl meiner Traumtagebücher führte mich mein Weg schließlich zu Rose Morath, die in den USA an der Association for Research and Enlightenment in Virginia Beach die Traumarbeit nach Edgar Cayce studiert hatte und dieses Wissen als autorisierte Lehrerin nach Deutschland brachte.

Meine heutige Arbeitsweise

Diese unterschiedlichen Erfahrungen prägen meine heutige Arbeitsweise. Sie verbindet persönliche Traumarbeit mit den Erkenntnissen verschiedener Schulen und bleibt dabei stets einem Grundsatz verpflichtet: Jeder Traum ist einzigartig – so wie der Mensch, der ihn träumt.

In meinen Seminaren und Traumgruppen arbeite ich mit Traumreisen, der Interview-Technik nach Gayle Delaney sowie mit Methoden, die die individuelle Symbolwelt des Träumenden sichtbar werden lassen. Ebenso wichtig ist mir der Erfahrungsaustausch innerhalb der Gruppe. Die Erlebnisse und Sichtweisen der Teilnehmenden bereichern den gemeinsamen Prozess und eröffnen oft neue Perspektiven auf den eigenen Traum.

Mein Anliegen ist es nicht, Träume für andere zu deuten, sondern Menschen zu befähigen, ihre eigene Traumsprache zu entdecken und zunehmend selbstständig mit ihr arbeiten zu können.

Hintergrund und Philosophie

Träume faszinieren die Menschen seit jeher. Sie erzählen in Bildern, die oft vertraut erscheinen und sich doch einer einfachen Erklärung entziehen. Gerade darin liegt ihr Wert: Ein Traum möchte nicht vorschnell übersetzt, sondern verstanden werden.

Ein Gedanke von Carl Gustav Jung begleitet meine Arbeit seit vielen Jahren:

„Das persönliche Unbewusste eines Träumenden steht nur mit diesem in Verbindung und wählt Symbole, die nur für ihn und für sonst niemanden eine Bedeutung haben.“

Dieser Gedanke hat weitreichende Konsequenzen. Er bedeutet, dass allgemeine Traumlexika oder festgelegte Symbolbedeutungen der Individualität eines Traumes nur selten gerecht werden. Was für den einen Menschen Hoffnung bedeutet, kann für einen anderen Erinnerung, Abschied oder Neubeginn sein. Die Bedeutung eines Traumes entsteht deshalb immer im Zusammenhang mit der Lebensgeschichte und der aktuellen Situation des Träumenden.

Träume verstehe ich nicht als Rätsel, die gelöst werden müssen, sondern als Einladung zum Dialog mit sich selbst. Sie können Fragen aufwerfen, Entwicklungen anstoßen, Belastendes verarbeiten oder neue Möglichkeiten sichtbar machen. Auch Albträume verlieren häufig ihren bedrohlichen Charakter, wenn sie verstanden und in den eigenen Lebenszusammenhang eingeordnet werden.

Deshalb sehe ich Traumarbeit nicht als Suche nach einer „richtigen Deutung“, sondern als gemeinsamen Weg, die persönliche Symbolwelt zu entdecken und Träume als hilfreiche Begleiter des eigenen Lebens wahrzunehmen.

Weiterführende Literatur

Aeppli, Ernst: Der Traum und seine Deutung
Bro, Dr. Harman H.: Traumdeutungen in Trance ... E. Cayce
Farraday, Ann: Die positive Kraft derTräume,
Deine Träume – Schlüssel zur Selbsterkenntnis
Delaney, Gayle: Lebe Deine Träume
Schellenbaum, P.: Träum dich wach – Lebensimpulse aus der Traumwelt

Häufig gestellte Fragen

Muss jeder Traum eine Bedeutung haben?
Nicht jeder Traum verlangt nach einer Deutung. Manche Träume begleiten lediglich Erlebtes, andere weisen auf Themen hin, die Aufmerksamkeit verdienen.


Arbeiten wir mit Traumlexika?
Nein. Im Mittelpunkt steht die individuelle Symbolwelt des Träumenden.


Muss ich mich an den ganzen Traum erinnern?
Nein. Oft reichen einzelne Bilder oder Szenen aus.


Kann ich auch mit Albträumen arbeiten?
Ja. Gerade belastende Träume können wichtige Hinweise enthalten und gemeinsam bearbeitet werden.


Muss ich spirituell sein?
Nein. Traumarbeit setzt keine bestimmte Weltanschauung voraus.

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